The Reaper
28.02.2001, 21:28
Seht mal was ich lustiges bei www.onlinekosten.de gefunden habe. Wer es noch nicht kennt sollte es sich auf alle Fälle durchlesen. Es ist die größte Frechheit die mir je untergekommen ist.
"T-Online Flatrate: Interne Unterlagen und
der wirkliche Grund für die Einstellung
Montag, den
19.02.01 13:31
aus dem Bereich Provider
Nachdem die Deutsche Telekom AG vergangene Woche die Einstellung
ihrer ISDN-Flatrate bekannt gegeben hat, sind nun interne Dokumente
aufgetaucht, die eigentlich nur für die Hotline zu Verfügung stehen sollten.
Daraus geht genau hervor, mit welchen Begründungen die Telekom ihre
Flatrate-Einstellung gegenüber den Kunden rechtfertigen will. Mit dieser
Argumentationshilfe "zur Abschaffung der Flatrate" soll es den Mitarbeitern
leichter gemacht werden, einheitliche Antworten zu geben.
An erster Stelle soll demnach darauf verwiesen werden, dass sich die
bisherige Flatrate nur für Vielnutzer gelohnt hat. Gibt der Kunde "sich
damit nicht zufrieden", sollen die Mitarbeiter auf die "Blockierung des
Netzes durch Dauereinlogger" oder die "wirtschaftliche Gerechtigkeit"
hinweisen. Nur "in Ausnahmefällen" und für besonders hartnäckigen
Anfragen steht noch der Punkt "wirtschaftlichen Realitäten", welche
auch von T-Online berücksichtigt werden müssten, zu Verfügung.
Wesentlich interessanter sind jedoch die Auskünfte, die entgegen der oben
genannten Vorgaben gemacht werden. So äußerte sich ein
Telekom-Mitarbeiter bei einem anonymen Anruf sehr offen über den wahren
Einstellungsgrund der ISDN-Flatrate. Demnach möchte die Telekom eine
Großhandelsflatrate - wie von der RegTP verordnet - auf jeden Fall
vermeiden. Nachdem rechtliche Schritte dagegen zumindest vorerst
gescheitert waren, gab es für die Telekom nur noch einen Ausweg: die
T-Online Flatrate mußte weg.
"Hintergrund für die Einstellung ist dieses Gerichtsurteil, nach dem die
Telekom nun eine Großhandelsflatrate anbieten muß.", so der T-Online
Mitarbeiter. Das sei nicht gewollt, weshalb man bei der Telekom
entschieden habe, auch das Angebot der eigenen Tochter zu kippen.
Dadurch könne die Großhandelsflatrate umgangen werden.
Andere Mitarbeiter des Konzerns sind nicht ganz so offen: Bei einem
weiteren Anruf sagte uns eine sehr "motiviert" klingende Mitarbeiterin auf die
Frage, warum denn die Flatrate eingestellt werde, wörtlich: "Kein Plan. Wir
bekommen da nur so ein Schreiben wo drauf steht, dass die Flatrate
eingestellt wird. Mehr können wir dazu auch nicht sagen".
Kommentar
Dass die Telekom ihren Mitarbeitern interne Anweisungen gibt, wie die
Flatrate-Einstellung nach aussen hin zu kommunizieren ist, dürfte kaum
überraschend sein. Interessant ist jedoch, wie schlecht die Hotline auf
Anrufe von Kunden reagiert und dabei ungeniert die "wahren Gründe" für die
Einstellung des Pauschaltarifs nennt - oder gar keine. Dabei bestätigt sich
auch, dass die Telekom offensichtlich nicht an einem fairen Wettbewerb
interessiert ist. "Lieber gibt es gar keine Flatrate mehr, als eine Flatrate für
alle", so wohl die einhellige Meinung beim Ex-Monopolisten.
Schade ist auch, dass die Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation derzeit keine eigene Meinung zu diesem Thema zu
haben scheint. So wurde auf Anfrage von onlinekosten.de bereits Ende
vergangener Woche mitgeteilt, dass derzeit keine Auskünfte erteilt werden.
Frühestens ab Dienstag sei mit einer Stellungnahme zu rechnen. "
"T-Online Flatrate: Interne Unterlagen und
der wirkliche Grund für die Einstellung
Montag, den
19.02.01 13:31
aus dem Bereich Provider
Nachdem die Deutsche Telekom AG vergangene Woche die Einstellung
ihrer ISDN-Flatrate bekannt gegeben hat, sind nun interne Dokumente
aufgetaucht, die eigentlich nur für die Hotline zu Verfügung stehen sollten.
Daraus geht genau hervor, mit welchen Begründungen die Telekom ihre
Flatrate-Einstellung gegenüber den Kunden rechtfertigen will. Mit dieser
Argumentationshilfe "zur Abschaffung der Flatrate" soll es den Mitarbeitern
leichter gemacht werden, einheitliche Antworten zu geben.
An erster Stelle soll demnach darauf verwiesen werden, dass sich die
bisherige Flatrate nur für Vielnutzer gelohnt hat. Gibt der Kunde "sich
damit nicht zufrieden", sollen die Mitarbeiter auf die "Blockierung des
Netzes durch Dauereinlogger" oder die "wirtschaftliche Gerechtigkeit"
hinweisen. Nur "in Ausnahmefällen" und für besonders hartnäckigen
Anfragen steht noch der Punkt "wirtschaftlichen Realitäten", welche
auch von T-Online berücksichtigt werden müssten, zu Verfügung.
Wesentlich interessanter sind jedoch die Auskünfte, die entgegen der oben
genannten Vorgaben gemacht werden. So äußerte sich ein
Telekom-Mitarbeiter bei einem anonymen Anruf sehr offen über den wahren
Einstellungsgrund der ISDN-Flatrate. Demnach möchte die Telekom eine
Großhandelsflatrate - wie von der RegTP verordnet - auf jeden Fall
vermeiden. Nachdem rechtliche Schritte dagegen zumindest vorerst
gescheitert waren, gab es für die Telekom nur noch einen Ausweg: die
T-Online Flatrate mußte weg.
"Hintergrund für die Einstellung ist dieses Gerichtsurteil, nach dem die
Telekom nun eine Großhandelsflatrate anbieten muß.", so der T-Online
Mitarbeiter. Das sei nicht gewollt, weshalb man bei der Telekom
entschieden habe, auch das Angebot der eigenen Tochter zu kippen.
Dadurch könne die Großhandelsflatrate umgangen werden.
Andere Mitarbeiter des Konzerns sind nicht ganz so offen: Bei einem
weiteren Anruf sagte uns eine sehr "motiviert" klingende Mitarbeiterin auf die
Frage, warum denn die Flatrate eingestellt werde, wörtlich: "Kein Plan. Wir
bekommen da nur so ein Schreiben wo drauf steht, dass die Flatrate
eingestellt wird. Mehr können wir dazu auch nicht sagen".
Kommentar
Dass die Telekom ihren Mitarbeitern interne Anweisungen gibt, wie die
Flatrate-Einstellung nach aussen hin zu kommunizieren ist, dürfte kaum
überraschend sein. Interessant ist jedoch, wie schlecht die Hotline auf
Anrufe von Kunden reagiert und dabei ungeniert die "wahren Gründe" für die
Einstellung des Pauschaltarifs nennt - oder gar keine. Dabei bestätigt sich
auch, dass die Telekom offensichtlich nicht an einem fairen Wettbewerb
interessiert ist. "Lieber gibt es gar keine Flatrate mehr, als eine Flatrate für
alle", so wohl die einhellige Meinung beim Ex-Monopolisten.
Schade ist auch, dass die Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation derzeit keine eigene Meinung zu diesem Thema zu
haben scheint. So wurde auf Anfrage von onlinekosten.de bereits Ende
vergangener Woche mitgeteilt, dass derzeit keine Auskünfte erteilt werden.
Frühestens ab Dienstag sei mit einer Stellungnahme zu rechnen. "