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Vollständige Version anzeigen : [Grafikkarten] Der ultimative Grafikkarten-Leitfaden V 1.1


Tubbykiller2001
18.12.2002, 15:21
So, damit nicht mehr jeder nach den neuesten Grafikkarten, den Eignungen für Spiele oder die Grafikkarte mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis fragen muss, gibts ab jetzt diesen Thread: Alle wichtigen Grafikchips werden mitsamt Leistungsvermögen eingestuft, sodass jeder auch weiss, was er da für sein Geld kauft.
Dieser Thread wird ständig auf den neuesten Stand gebracht werden, sodass auch aktuelle Grafikkarten und Grafikkarten, die erst nach dem Thread erscheinen, behandelt werden können.Um nicht den Rahmen zu sprengen, werden alle Grafikkarten, deren Leistungsniveau unterhalb dessen einer Riva TNT 1 liegt, im 2. Post erläutert(Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind)-schließlich soll das hier kein Thread für Nostalgiker, sondern für Spieler werden.

Inhaltsverzeichnis:
1. Technische Details und ältere Grafikchips
1.1:Grafikkarten und Technologien allgemein
1.2: Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind
2. Grafikkarten der 2.Generation
2.1: Riva TNT2
2.2: GeForce 1-2MX
2.3: Kyro1SE und Kyro 2
2.4: Radeon 7XXX
3. Grafikkarten der 3.Generation
3.1: GeForce 2
3.2: GeForce 3
3.3: Radeon 8500(LE)
3.4: GeForce 4 MX
3.5: Matrox Parhelia
3.6: Radeon 9000/9100
4.Grafikkarten der 4. Generation
4.1: GeForce 4 Ti
4.2: Radeon 9500(Pro)
4.3: Radeon 9700(Pro)
4.4: GeForce FX 5800 (Ultra)
5.Grafikkarten der 5. Generation
5.1: Radeon 9200
5.2: Radeon 9600 (Pro)
5.3: Radeon 9800 (Pro)
5.4: GeForce FX 5900 (Ultra)
5.5: GeForce FX 5600 (Ultra)
5.6: GeForce FX 5200 (Ultra)
6.Empfehlungen in den jeweiligen Segmenten
6.1: Niedrigpreis-Segment(bis 150€)
6.2: Mittelpreis-Segment(bis 300€)
6.3: Hochpreis-Segment(ab 301€)

Tubbykiller2001
18.12.2002, 15:22
1.1:Grafikkarten und Technologien allgemein

Während noch vor wenigen Jahren die CPU der wichtigste Teil eines handelsüblichen PC war, so hat sich die Grafikkarte in den letzten Jahren zum wichtigsten (und teuersten) Bestandteil herkömmlicher PCs gemausert. Dies liegt vor allem an der rasanten Entwicklung von PC-Spielen, die immer wieder neue Anforderungen an die Grafikchip-Hersteller stellen.
Es gibt mehrere Grafikschnittstellen: Die wichtigsten sind OpenGL und DirectX.
Es gibt mehrere Standards, die man kennen sollte, um Grafikkarten besser zu differenzieren:

T&L (Transform and Lightning);Technologie, durch die 3D-Modelle und Lichteffekte von dem Grafikchipsatz und nicht von der CPU berechnet werden. Die meisten heutigen Grafikkarten haben T&L integriert, ältere(z.B. die Riva TNT), müssen T&L softwareseitig in Anspruch nehmen, was Performance kostet.

PixelShader/Vertexshader; eine in DirectX8 integrierte Technologie, die texturierte Oberflächen echter aussehen lässt(Ein gutes Beispiel ist das Wasser in Morrowind).
Diese Technologie ist in allen Grafikkarten ab der GeForce 3(ausser der GeForce 4 MX) enthalten, beim Neukauf einer Grafikkarte sollte man unbedingt darauf achten.

Anti-Aliasing;Technik, mit der Kanten in 3D-Spielen geglättet werden... kostet bei integriertem Anti-Aliasing(GeForce 4 Serie und Radeon 9700) relativ wenig Performance(Hardware-Anti-Aliasing), Software-Anti-Aliasing hingegen kann auf langsameren Systemen zu viel Performance fressen

Anisotropic Filtering; Technik, die die Bildqualität auf Kosten der Performance verbessert

Wichtig: Obwohl von vielen Herstellern überschwenglich beworben, bietet AGP8fach keine Vorteile gegenüber AGP4fach, weil die meisten Progarmmierer sowieso um den Flaschenhals AGP herumprogrammieren.

Übrigens: Die DirectX-Versionsangabe sagt aus, welche Technologien eine Grafikkarten unterstützt, deswegen kann auch diese Liste hilfreich sein:

DirectX7-konform:
GeForce 1-2MX
Kyro1SE und Kyro 2
Radeon 7XXX
GeForce 2
Geforce 4MX

DirectX8-konform:
GeForce 3
Radeon 8500(LE)
GeForce 4 Ti

DirectX9-konform:
Radeon 9700

1.2: Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind

Dieser Teil handelt von Grafikkarten, die meist älter oder langsamer als eine Riva TNT sind, zB:
Ati3DRage Pro
Voodoo 1
Voodoo 2
Voodoo Banshee
Voodoo 3
Voodoo 5
Ati Rage 128
Ati Rage Fury
Matrox G200 und G400
Savage 4
Alle diese Grafikchips sind eigentlich nur noch für Nostalgiker etwas wert-für Spiele oder Grafikentwicklung taugen sie nichts mehr, viele Anwendungen starten aufgrund mangelnder Treiberentwicklung auch erst garnicht mehr. Leute, die noch Probleme mit 3dfx-Karten(Voodoo) haben oder Treiber brauchen, sind auf www.voodoofiles.com gut aufgehoben.

Tubbykiller2001
18.12.2002, 15:24
2.1: Riva TNT 2

Die Riva TNT 2 von Nvidia basiert im Grunde auf einer höher getakteten TNT1, der Speicher wird mit 150 Mhz, bzw 183 Mhz getaktet, auf der Platine ist ausserdem ein bis zu 32MB grosser Speicherriegel(5ns Antwortzeit). Seinerzeit war die Riva TNT eine Klasse für sich, heute sollte man sich eine Neuanschaffung überlegen. Die Karten sind heutzutage nicht mehr erhältlich.


2.2: GeForce 1-2MX

Mit der GeForce1 begann der Boom der High-End-Grafikkarten, die GeForce2 MX war schließlich nur eine aufgebohrte GeForce 1 und längst nicht so schnell wie die "richtige" GeForce 2. Die MX-Variante gibts als MX400 und MX200, letztere allerdings mit weniger Grafikpipelines, was die Performance deutlich ausbremst. Bis vor einem Jahr war die GF2MX sehr beliebt in Komplettsystemen, weil sie billig war und trotzdem das schöne Kürzel "2" tragen durfte; allerdings sind die Karten hoffnungslos veraltet; lediglich mit MX400 Karten kann man bei minimalen Details und Auflösungen von 640*480 neue Spiele noch zum starten bewegen. Die GeForce 2MX-Karten sind im Handel nur noch selten zu bekommen und dann meist zu exorbitaten Preisen.
Wer seinen PC nur für Office nutzt, ist mit diesen Grafikkarten gut bedient, für Spieler gilt :"Finger weg"!

2.3: Kyro1SE und Kyro 2

Auch von ST Microelectronics gibt es Grafikchips: Die Kyo1SE und die Kyro 2 waren zu ihrer Zeit ernstznehmende Gegenspieler der GeForce 2MX-Karten: Durch die neuartigen Techniken Hidden Surface Removal (Nur sichtbare Flächen werden berechnet, spart Performance) und Tile Base Rendering(zerteilt Texturen in 32*16 Pixel große Tiles;entlastet Grafikspeicher) konnten die Karten teilweise sogar "normalen" GeForce 2-Karten Paroli bieten; in speziellen Benchmarks von ST(z.B. der Villagemark) zeigte sich , dass die Technologien durchaus Leistungszuwachs brachten; allerdings lohnt die Anschaffung heute nicht mehr, weil die Karten T&L nicht unterstützen und somit immer weniger Spiele zeitgemäß angezeigt werden können. Die Karten sind nicht mehr für anständige Preise erhältlich.


2.4: Radeon 7XXX

Bitte nicht falsch verstehen;es gab niemals eine Grafikkarte mit Namen Radeon 7XXX, in diesem Teil sollen alle Ati-Grafikkarten mit einer 7 am Anfang beschrieben werden(z.B: Radeon 7200, Radeon 7500). Um dem GeForce 1-Chip Konkurrenz zu bescheren, entwickelte Ati den Radeon 1-Chip, der aber nicht an die GeForce herankam. Später aber zeigten aufgebohrte Radeon-Karten sogar GeForce 2-Vertretern, wo der Hammer hing:So konnte die Radeon 7500 sogar mit der GeForce 2 Ultra mithalten, die Radeon 7200 hingegen war für Spieler keine echte Alternative. Auch heute noch kann man mit der Radeon 7500 viele Spiele ordentlich spielen;bei Grafik-Krachern wie Unreal Tournament 2003 hingegen muss man die Auflösung schon drastisch reduzieren, um nicht eine Dia-Show ansehen zu müssen. Es gibt immer noch Radeon7000-Karten für 40€-50€; allerdings ist das Preis/Leistungsverhältnis hier denkbar schlecht. Wer den PC nicht zum Spielen benutzt kann mit den Radeon 7XXX noch leben-alle anderen sollten die Anschaffung einer neuen Grafikkarten in Erwägung ziehen.

Tubbykiller2001
18.12.2002, 15:25
3.1: GeForce 2

Nach dem Erfolg der GeForce 1 musste ja ein Nachfolger kommen; allerdings war der GeForce2-Chip nur ein höher getakteter GeForce1-Klon. Von der GeForce2 (ohne MX) gab es sage und schreibe 4 Versionen: Die GeForce 2 Pro und die GeForce 2 GTS machten den Anfang, wobei die Pro-Version gegenüber der GTS-Variante etwa 10% Performance-Vorsprung hatte. Die GeForce 2 Ultra setzte komplett neue Maßstäbe und war satte 30% schneller als eine GeForce 2 Pro. Mit dem Release der ersten GeForce 3-Karten wurde die Produktion der Pro, GTS und Ultra eingestellt und durch die GeForce 2 Ti ersetzt, deren Performance ca. 10% unter der der GeForce 2 Ultra lag. Die Karten stellen auch aktuelle Titel meist noch flüssig dar-allerdings nur unter minimalen Auflösungen und mit reduzierten Details. Zudem sind die immer häufiger in Spiele integrierten Pixel-und Vertex-Shader nicht integriert was die Effekte leider oft relativ unansehnlich macht.Karten dieses Typs sind nur noch bei wenigen Händlern erhältlich und längst nicht so billig wie sie angesichts der schlechten Leistung sein müßten.

3.2: GeForce 3

Die GeForce 3 ist eine komplette Neuentwicklung und hat ausser dem Namen nicht mehr viel mit der GeForce 2 gemeinsam. Als die erste GeForce 3 releast wurde, gab es noch nicht viele Benchmarks, die den Vorteil messbar machten; heutzutage allerdings kann man mit der GeForce 3 immer noch in den Genuss schöner Effekte kommen. Es gibt 3 Versionen: Die GeForce 3, die GeForce 3 Ti500 und die GeForce 3 Ti200. Die Ti200 ist etwa 5% langsamer als eine "normale" GeForce 3, die Ti500 hingegen überbietet die GeForce 3 um etwa 20%.
Zwar stellen die Karten heute nicht mehr das Nonplusultra da, allerdings gibt es nur wenige Spiele, die den Grafikkarten dieser Serie ihre Grenzen aufzeigen, dank T&L sowie Pixel und Vertexshader ist die Karte auch für die Zukunt gut gerüstet, auch im nächsten Jahr werden die meisten Spiele vorraussichtlich noch flüssig laufen(wenn auch nicht auf maximaler Auflösung/Detaillevel) Die Karten kosten heute noch etwa 70-80€. In diesem "Niedrigpreis-Segment" regiert allerdings die schnellere GF 4 Ti4200 sodass sich die Anschaffung einer GF3 heutzutage nicht mehr lohnt.


3.3: Radeon 8500 (LE)

Als Gegenpart zu nVidias GeForce 3 entwickelte Ati die Radeon 8500, die ungefähr auf dem Leistungsniveau einer "normalen" GeForce 3 lag. Die Karten mit dem Zusatz LE sind etwa 10% langsamer als eine normale Radeon 8500. Die Karten sind immer noch für die meisten Spiele vollkommen ausreichend, auch Unreal Tournament 2003 lässt sich bei etwas reduzierter Auflösung flüssig spielen, dank DirectX8-Unterstützung und den ATI-Technologien Smartshader und Truform sind die Karten auch zukunftssicher, nur wenige Spiele stellen zu hohe Anforderungen an eine Radeon 8500-allerdings muß man auch hier teilweise Abstriche bei den Details machen.
Die Karten sind heute fast garnicht mehr erhältlich-kein Wunder bei dem heutzutage schlechten Preis/Leistungs-Verhältnis.


3.4: GeForce 4MX

Zeitgleich mit den neuen GeForce 4 Ti-Karten wurden auch die GeForce 4 MX-Karten releast, allerdings basieren diese nicht( wie nVidia mit der Namensgebung suggeriert) auf dem GeForce 4 Ti-Kern, sondern sind lediglich höher getaktete GeForce 2TI´s. Es gibt auch hier 3 Versionen: Die MX420(75€), die MX440(125€) und die MX460(150€), wovon letzterer ungefähr auf dem Niveau einer GeForce3 Ti200 liegt, die MX440 ist etwa 5% langsamer, die MX420 ist dagegen fast schon langsamer als eine GeForce 2. Die Karten sind zwar aufgrund der hohen Taktung teilweise relativ schnell, allerdings fehlen der MX-Reihe Pixel und Vertexshader, weshalb die Zukunft für diese Karten eher düster aussehen dürfte. Leider verbauen immer noch viele Hersteller um Geld zu sparen, in "Multimedia-PC´s" lahme MX-Karten, die nur ca. 20€ billiger als die doppelt so schnellen Ti-Vertreter sind. Auf keine Fall kaufen; auch bei Komplettsystemen auf das Ti-Kürzel achten!


3.5: Matrox Parhelia

Die Matrox Parhelia ist die erste Matrox-Karte für normale PC-Anwender seit langem.
Sie ist gleichzeitig auch die erste Karte mit 512-Bit-Architektur und verfügt über 128MB Grafikspeicher. Allerdings ist sie trotz des exorbitanten Preises für Spiele wegen der geringen Taktraten ungeeignet; sie ist nur etwa 15% schneller als eine GeForce 3 Ti200(ca. 8000 3DMarks). Trotz der eigentlich bahnbrechenden Technik (z.B Displacement Mapping) stellt sie für Spieler keine Alternative dar, mit 500€ ist sie außerdem völlig überteuert. Wer ältere Betriebssysteme als Windows ME hat, bekommt von Matrox keine neuen Grafiktreiber mehr, sämtliche neuen Treiber werden nur für XP und W2K programmiert.


3.6: Radeon 9000/9100

Und schon wieder eine Serie deren Name mehr verspricht, als sie halten kann; die "9" am Anfang ist aber mehr Schein als Sein: Schließlich beruht die Architektur der aller 9XXX-Karten auf einem vereinfachten R-200-Chip(Radeon 8500) und nicht auf dem R-300(Radeon 9700). Die Leistung der Karten liegt knapp über der einer GeForce 3 Ti200, allerdings entspricht der Preis nicht der Leistung: Denn während GeForce 3 Ti200-Karten bereits für gute 100 € über den Ladentisch gehen, muss man für die Radeon 9000 stolze 140-150€ berappen. Auch auf der technischen Seite ist die Radeon 9000 gut mit der GeForce 3 zu vergleichen: Mit Pixel/Vertexshadern ist sie DirectX-8-konform und bietet damit deutlich mehr Zukunftssicherheit als Karten vom Typ GeForce 4 MX. Wer eine Neuanschaffung plant, sollte allerdings nicht zur Radeon 9000 greifen; Für das gleiche Geld bekommt man schon GeForce 4 Ti-Karten, denen die Radeon 9000 nicht das Wasser reichen kann. Untereinander tun sich die Radeons recht wenig: etwa 10% liegen zwischen der Radeon 9000 und der Radeon 9100.

Tubbykiller2001
18.12.2002, 15:27
4.1: GeForce 4 Ti

Auch von der GeForce 4 Ti gibt es 3 Varianten; Die GeForce 4 Ti4200(80-100€) , die GeForce 4 Ti4400(130-150€)und die die GeForce 4 Ti4600(180-220€). Allerdings wurde die Ti4200 erst später releast(ein Marketing-Trick von Nvidia), um auch die MX-Karten zu verkaufen: Bei dem Release waren nur die MX-Karten erschwinglich, deswegen gingen viele MX460-Karten über den Ladentisch, die nicht viel mehr Performance als eine GeForce 2 hatten. Nach 2 Monaten kam die Ti4200 heraus, welche für 200€ "echte" GeForce 4 Ti-Performance bot. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen betragen nur etwa 10%, weswegen sich eine Ti4600 nur für Leute lohnt, die gerne bei 1600*1200 Pixeln spielen. Die Ti4200-Karten haben immer noch das ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis und bieten mit Hardware-Anti-Aliasing, Pixel und Vertexshadern und einer hohen Taktung eine gute Zukunftssicherheit; Wer möchte, kann Modelle mit besonders schnellem Speicher(z.B. von Albatron) auch auf das Niveau einer GeForce 4 Ti4600 übertakten, die meisten Albatron-Modelle machen das problemlos mit. Performance-Fetischisten sollten allerdings zu einer Radeon 9700 Pro greifen. Allerdings kommt auch die Ti4200 in die Jahre-ohne DX9-Unterstützung wird sie in ca. einem halben Jahr nicht mehr alle Effekte darstellen können. Trotzdem ist die Karte vom Preis/Leistungs-Verhältnis her immer noch hervorragend. Wer mit leicht reduzierten Details in der Zukunft leben kann, ist mit der Ti4200 gut bedient.
Seit einiger Zeit werden auch Karten verkauft, die mit der Namensgebung "Ti4800SE" wohl suggerieren wollen, dass sie schneller sind als die Ti4600; Ihre Performance liegt aber eher im Bereich der GF4 Ti4400.


4.2: Radeon 9500(Pro)

Da muss sich nVidia warm anziehen: Mit dem Release der Radeon 9500-Karten gibt es jetzt auch im Mittelpreis-Segment harte Konkurrenz für die GeForce 4 Ti: Die Radeon 9500 gibts ohne Pro und mit Pro, der Unterschied zwischen Pro und Nicht-Pro ist indes deutlich größer als man vermuten würde. Beide Karten sind standardmäßig mit 64MB RAM ausgestattet, durch DirectX-9-Konformität wird die Karte auch in einem Jahr noch nicht zum alten Eisen gehören . Weil der Radeon 9500-Chip auf der Architektur der Radeon 9700 basiert, hat er die gleichen Stärken: Im normalen Betrieb(also ohne Anisotropic Filtering und Anti-Aliasing) ist er ungefähr mit der GeForce 4 Ti4200 vergleichbar. Wenn man allerdings Anisotropic Filtering und Anti-Aliasing aktiviert, so gelangt die Radeon 9500 Pro in ungeahnte Höhen: In diesem Fall unterliegt sie sogar der GeForce 4Ti 4600 nur sehr knapp.
Die 30€ Euro für die Pro-Variante sollte man übrigens auf keinen Fall sparen; der Performance-Unterschied ist sehr deutlich.
Eine Ausnahme gibt es: Mit bestimmten Tools kann man 9500er ohne Pro auf das Niveau von 9700ern ohne Pro bringen, indem die 4 deaktivierten Pipelines wieder aktiviert werden. Dies ist allerdings nur bei Karten möglich, die nach ATi-Referenzdesign gebaut werden.
Inzwischen ist die Radeon 9500 von der 9600 abgelöst worden (siehe weiter unten).

4.3: Radeon 9700(Pro)

Mit der Radeon 9700 (Pro) ist es ATi das erste Mal gelungen, die aktuelle GeForce zu schlagen. Seit Herbst 02 gibt es die Radeon 9700 Pro-Karten, die "normale" 9700 gibt es seit Dezember 02.
Die Karten sind allesamt DX9-kompatibel und mit 128MB RAM bestückt. Über die Performance einer GeForce 4 Ti4600 kann die Radeon nur lachen; 10% Performance bei normaler Bildqualität sprechen für ATi. Die Königsdisziplin der 9700er aber ist die Leistung unter Anti-Aliasing und Anisotropic Filtering: Dort demontiert sie die Ti4600 aufs Ärgste. Die 9700 Pro-Karten kosten ab 380€, die 9700er sind für unter 300€ zu haben. Der Performanceunterschied zwischen den beiden ist aber äußerst gering und rechtfertigt den großen Preisunterschied nicht. Wer höchste Performance braucht, ist mit der 9700er-Klasse gut beraten.
Die "normale" Radeon 9700 gibt es inwziscehn schon für erfreuliche 230-250€. Damit mausert sich die Radeon 9700 zum Preistipp in der "gehobenen Mittelklasse". Die Radeon 9700 Pro schlägt mit etwa 380€ zu Buche und ist damit nicht mehr konkurrenzfähig gegen die Radeon 9800 Pro (siehe unten).


4.4: GeForce FX 5800 (Ultra)
Mit der GeForce FX 5800 Ultra wollte nVidia endlich die Krone der schnellsten Grafikkarte wiedererobern. Die FX 5800 ist selbstverständlich DX-9-fähig - und sogar noch mehr: Die FX 5800 kann in einigen Bereichen (Shaderprogramme aufwändiger) sogar mehr als DX9 verlangt. Ob das einen Vorteil für die Kunden bringt ist allerdings fraglich. Um die gewünschen hohen Taktraten zu erreichen ohne dass die FX 5800 aufgrund zu hoher Temperatur den Dienst quittiert, mußte nVidia ein neues Kühlsystem entwickeln. Diese monströse Kühlung verursacht einen enormen Lärm, macht die GeForce zu einem echten Gewichtskönig(610g), und sorgt dafür, dass der erste PCI-Slot im Mainboard unbrauchbar wird (er wird durch die Kühlung verdeckt). Der Preis ist mit mehr als 400€ enorm. In der Performance allerdings behält nVidia recht: Die GeForce FX 5800 Ultra ist mit (wenn auch geringem) Abstand schneller als die Radeon 9700 Pro. Der geringe Performancegewinn gegenüber einer Radeon 9700 Pro rechtfertigt aber weder den exorbitanten Preis noch die enorme Lautstärke und Größe des Kühlsystems. nVidia hat mit der FX 5800 Ultra ein wahres Grafikkarten-Monster geschaffen- zu einem monströsen Preis. Wer um jeden Preis auch das letzte bißchen Performance braucht kann zugreifen-jeder "Normalo" sollte die Finger von der FX 5800 Ultra lassen.

Tubbykiller2001
27.06.2003, 12:49
5.1: Radeon 9200

Die Radeon 9200 wird von ATi in einem Schwung mit der Radeon 9600 und der Radeon 9800 releast, um die Vorgänger (9100, 9500, 9700) abzulösen. Allerdings taugt die Radeon 9200 auch nicht viel mehr als ihre Vorgängerin (die Radeon 9000/9100): Auf dem R200-Kern basierend, unterstützt sie "nur" DX-8 und hat nur eine Textureinheit pro Pipeline. Das ist auch der Grund für ihr mäßiges Abschneiden in der Performance: Sie erreicht unter DX8-Benchmarks nur Leistungen noch unterhalb denen einer Ti4200. Die Radeon 9200 hat gegenüber ihrem Vorgänger nichts neues zu bieten und bringt auch keinen frischen Schwung in die R-200 Technik. Für Spieler ist diese Karte zu einem Preis von etwa 80€ nur mäßig interessant.

5.2: Radeon 9600 (Pro)

Die Radeon 9600 Pro ist als Nachfolger der im Mittelpreis-Segment überaus erfolgreichen Radeon 9500 (Pro) konzipiert. Gegenüber der Radeon 9500 Pro hat die 9600 nur die Hälfte der Pixel-Pipelines und Vertex-Shader- ein Argument gegen die Radeon 9600. Auch die neuen Techniken wie "Smartshader 2.1" bringen die verlorengegangene Performance nicht zurück, was sich in einer für ATi bitteren Performance niederschlägt: In fast allen Tests ist die Radeon 9600 ihrem direkten Vorgänger der Radeon 9500 unterlegen. Zwar kann die Radeon 9600 sich gegen die Konkurrenz aus dem Hause nVidia (GeForce FX 5600) knapp behaupten-aber dies als Sieg zu feiern ist Augenwischerei, hätte der Vorsprung doch viel größer sein können. Allerdings muß man verstehen, dass durch die weggefallenen Elemente die Herstellung der Radeon 9600 deutlich preiswerter für ATi wird-insofern ist der Schritt verständlich. Durch die Radeon 9600 ist der Abstand zwischen dem Mittelpreis-Segment und dem Hochpreis-Segment deutlich gewachsen. Wer noch Exemplare der Radeon 9500 bekommen kann, sollte diese vorziehen, alle anderen müssen wohl mit der Radeon 9600 vorlieb nehmen. Die meisten Karten dieser Gattung kosten ~200€.

5.3: Radeon 9800 (Pro)

Mit der Radeon 9800 (Pro) macht ATi den von der GeForce FX 5800 gerade gewonnen Vorsprung wieder zunichte:
Durch einen konsequent weiterentwickelten und optimierten 9700-Kern: Mit seinen 8 Pixel-Pipelines und 4 Shader-Units bezwingt die Radeon 9800 Pro die GeForce FX 5800 unter Normalbedingungen knapp: Unter FSAA und anisotroper Filterung deklassiert sie diese sogar. Allerdings ist der Preis auch dementsprechend: Für unter 400€ bekommt man die Radeon kaum. Normalspieler werden auch mit weniger zufrieden sein - für Powergamer ist die Radeon 9800 das richtige.

5.4: GeForce FX 5900 (Ultra)

Kaum ist die Radeon 5800 auf dem Markt, schon reagiert nVidia auf die harsche Kritik und releast den Nachfolger, an dem viel verändert wurde: Neben einer auf 256-Bit breiten Speicheranbindung bekommt die 5900 ein neues Speicherinterface nebst "4:1 Color Compression" spendiert welches für mehr Dampf sorgt. Die DDR2-Module der FX 5800 werden durch DDR1-Module ersetzt, welche langsamer, aber leichter und billiger zu produzieren sind. Und das wirkt: In nahezu jedem Benchmark schlägt die GeForce 9500 die Radeon 9800 Pro was vor allem auf die breitere Speicheranbindung zurückzuführen ist. Die Performance hat allerdings ihren Preis: Unter 500€ kommt man nicht an eine FX 5900 heran. Wer den letzten Frame braucht kommt um die GeForce FX 5900 nicht herum.

5.5: GeForce FX 5600 (Ultra)

Die GF FX 5600 soll ATi endlich wieder Konkurrenz im Mittelpreis-Segment bescheren, welches zuletzt vor allem durch die Radeon 9500 (Pro) dominiert wurde. Dies gelingt zumindest teilweise: Wenn auch in DX8-Benchs einer GF 4 Ti4200 deutlich unterlegen, punktet sie bei angeschaltetem Anti-Aliasing und anisotropischer Filterung. Gegen die Radeon 9500 (Pro) hat sie aber keine wirkliche Chance - sie bewegt sich eher auf dem Level der etwas langsameren Radeon 9600 (Pro). Der Preis liegt bei etwa 180(Non-Pro-Version, Abit) bis 270€ (Pro-Version, AOpen). Die FX 5600 wird es wohl schwerhaben sich gegen die Radeon 9500/9600 durchzusetzen: Mit Performance die teilweise unter der einer GeForce 4 Ti4200 liegt kann man heutzutage auch im Mittelpreis-Segment nichts mehr gewinnen.

5.6: GeForce FX 5200 (Ultra)

Mit der GeForce FX 5200 (Ultra) stellt nVidia einen direkten Konkurrenten zu der Radeon 9000/9200 im Niedrigpreis-Segment auf. Dieser Karte ist sie vor allem wegen DX9-Support und schnelleren Werten unter FSAA und anisotroper Filterung überlegen.Die deutlich langsameren Non-Pro Versionen sind bereits für 80€ erhältlich, Die Pros kosten um die 150€. Wer wenig Geld ausgeben will und trotzdem nicht auf DirectX9 verzichten möchte, liegt bei dieser Karte genau richtig.

Tubbykiller2001
27.06.2003, 13:05
6.1: Niedrigpreis-Segment(bis 150€)
Das Niedrigpreis-Segment regiert nVidia: Auch für 80€ kann man schon anständige Performance bekommen (GF 4 Ti4200) und selbst auf DirectX 9 muss man nicht zwangsläufig verzichten (GF FX 5200 Ultra).

6.2: Mittelpreis-Segment(bis 300€)
Das Mittelpreis-Segment führt ATi an: Für nur 230-250€ gibt es schon Radeon 9700-Modelle von Herstellern wie Sapphire. Nur noch selten erhältlich sind leider Radeon 9500 Pro-Modelle (180€)-wer in dieser Preisklasse sucht muss mit der Radeon 9600 Pro vorlieb nehmen.

6.3: Hochpreis-Segment(ab 301€)
Im Hochpreis-Segment teilen sich nVidia und ATi den ersten Platz: Zwar bietet die GeForce 5900 Ultra die höchste Performance, allerdings hat auch die Radeon einige Vorteile (man vergleiche den Kühlkörper). Zudem ist die ATi noch deutlich billiger. Wer jeden Frame brauch kommt nicht um die GeForce FX 5900 Ultra herum - Kunden mit einer Abneigung gegen monströse Kühlkörper sind mit der Radeon 9800 Pro besser beraten.

Tubbykiller2001
27.06.2003, 13:07
So das wars von mir ich hoffe ich kann einigen von euch mit diesem Thread helfen. Sollten Unklarheiten oder Verbesserungsvorschläge bestehen, bitte einfach per PM oder Mail an mich richten ich werde mich dann drum kümmern.
Machts Gut

Aktualisierungen:

21.12.02
-Matrox Parhelia geaddet

27.12.02
-Radeon 9500(Pro) geaddet
-Übersichtlicher gemacht(Die Überschriften)
-Neue Mittelpreis-Empfehlung

26.2.03
-Einige neue Details geaddet

27.6.03
-einen freien Tag zum Anlass genommen um den ganzen Thread mal wieder zu aktualisieren