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Gast17007 28.03.2007 21:51

militärisch korrekter kurzhaarschnitt
 
Hi am Montag gehts für mich los, 9 Monate Bund.

Nun hab ich ein Schreiben erhalten das ich am Montag bereits mit einer militärisch korrekten kurzhaarfrisur aufmarschieren muss.

Bedeutet das eigendlich jetzt nur Ohren frei und Haare dürfen nicht auf den Kragen aufliegen oder gibts da noch irgendwelche Regeln??? Wie siehts mit gefärbten Haaren ect aus?

ThorWalez 28.03.2007 22:00

Militärisch korrekt = Ohren frei, 1 cm Platz zwischen Kragen und Haaren, Augen frei, Haarfarbe unauffällig. Je nach Jahreszeit und Truppengattung fällt die Haarlänge auch schon mal in den Milimeterbereich (freiwillig).

Allerdings wird man selbst mit wasserstoffblonden Haaren höchstens einen dummen Spruch hören, verboten ist es nicht, außer dein Vorgesetzter verbietet es ausdrücklich.

Am Montag wird man dir das schon ganz genau sagen. Einen Bundeswehrfriseur à la Full Metal Jacket gibt es auch nicht. Man wird dich höchsten auffordern, das nächste Wochenende zu deinen Friseur zu gehen und die Mängel abzustellen.

Have Fun und nicht vergessen, tritt auf keine Stein, denn es könnte ein Grenni sein. ;)

crYSTal*NinJA 28.03.2007 22:01

Ähm, ich dachte, dass es die Regelung gar nicht mehr gibt. Oo

Aber normalerweise bedeutet das doch, dass man nur son paar zentimeter auf dem Kopf haben darf.

Die Haarfarbe ist denen, meines Wissens, sch*** egal. ^^

gabbernation 28.03.2007 22:03

Wünsche dir viel Glück mein Ziel ist es auch Militär jedoch für die CAT Italia see you in the war ;xD

Nemesis 28.03.2007 23:17

Zitat:

Zitat von crYSTal*NinJA
Ähm, ich dachte, dass es die Regelung gar nicht mehr gibt. Oo

Die Dienstvorschrift wurde von ThorWalez ziemlich gut dargestellt. Halte Dich einfach immer daran, keine langen Haare auf dem Kopf zu haben. Das sollte genügen. Hinten ein bisschen kürzer, vorne keinen Pelz und auf dem kopf direkt sollte kein Zopf passen. Dann ist alles ok.

Zitat:

Zitat von crYSTal*NinJA
Aber normalerweise bedeutet das doch, dass man nur son paar zentimeter auf dem Kopf haben darf.

Diese Zeiten sind vorbei, jedoch wird man sehr schnell feststellen, dass es praktischer und einfacher ist, die Haare kurz zu haben. Zeit zum Styling ist nicht gegeben und je nach Truppengattung wird das auch nicht gerne gesehen. Die Haarfarbe übrigens ist in der Tat relativ egal, jedoch habe ich schon mehrfach Rückkehrer der Loveparade erlebt, die mit blauen Haaren mächtig Ärger bekommen haben. Es ist halt zwecklos, sich im Gelände zu tarnen, wenn man dann mit roten, blauen oder gelben Haaren im Gebüsch liegt. Nicht sehr zweckmäßig. Meine Standardfrisur, die ich noch heute trage, sind neun Millimeter oben und sechs seitlich und hinten. Optimal, wenn Du mich fragst. Bei meinen geliebten Panzergrenadieren ist das allerdings auch genereller Standard :D

Zum Kasernenfriseur sei gesagt: In jeder Kaserne, die ich je betreten habe, gab es einen Friseur. Zumindest gab es das Angebot dazu. Allerdings gibt es dazu keine Verpflichtung.

Ich wünsche Dir viel Spaß, Vergnügen und warte gespannt auf Deine Berichte! Wohin (örtlich und von der Gattung her) verschlägt es Dich?

Dr. Fusselpulli 28.03.2007 23:19

Neuerdings muss die Haartracht nurnoch ordentlich sein, und verweise damit auf folgenden Link zum Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/...360998,00.html

Generell gilt aber, das die Ohren und der Nacken frei sein müssen, und die Haare auch nicht übermäßig lang sind.
Oben darf es daher auch ruhig etwas mehr sein, und niemand muss eine Frisur haben die vom Rasierer bestimmt wurde.
Gesetzlich ist es neuerdings auch möglich als männliche Person mit langen Haaren bei der Bundeswehr den Dienst anzutreten, dies jedoch ist nur kaum empfehlenswert, und dürfte sich, trotz der legalität, nur schwerlich durchsetzen lassen.

General Patton 29.03.2007 00:07

stimmt,
vor ca 2 Jahren hat mal ein Mann geklagt dass Frauen lange Haare haben dürfen und Männer nicht. Dem wurde stattgegeben und seitdem heisst es nur noch "ordentlicher Haarschnitt"

Ich hatte trotzdem ganz kurze Haare und auch jetzt 2 Jahre nach dem Bund immer noch, weils einfach praktischer ist.

Gast17007 29.03.2007 00:12

Zitat:

Zitat von Nemesis
Zum Kasernenfriseur sei gesagt: In jeder Kaserne, die ich je betreten habe, gab es einen Friseur. Zumindest gab es das Angebot dazu. Allerdings gibt es dazu keine Verpflichtung.

Ich wünsche Dir viel Spaß, Vergnügen und warte gespannt auf Deine Berichte! Wohin (örtlich und von der Gattung her) verschlägt es Dich?

Naja ich dachte auch erst gehste mal schön umsonst zum Kasernenfriseur. Aber ich hab nicht so bock auf 9 milimeter. Werde das sicherheitshalber morgen bei einem normalen Friseur kürzen lassen. Tja fast 1,5 Jahre lang wachsen gelassen und nur ab un zu Spitzen und ausdünnen. :( Naja wächst ja nach Matte.

Also ich muss nach Minden (NRW) zur 6. Kompanie des schweren Pionierbataillon 130.

Ich denke auch nach der Grundausbildung werd ich da wohl bleiben.

Muss sagen ganz so begeistert bin ich nicht. Hab mir sagen lassen nach der Grundausbildung machen die beim schweren Pionierbataillon nichts anderes als Sinnlos Brücken in die Landschaft zu bauen, um zu zeigen was für tolle Brückenbauer sie sind.
Stelle mir da Panzergrenadiere etwas spannender vor.

Naja ich nehme es wies kommt.

@Dr. Fusselpulli: Was du geschrieben hast stimmt aber das Verteidigungsministerium sieht das als Einzelfall und hält deshalb weiter am Haar und Bart Erlass fest. Also dürfte man jedesmal neu klagen. So etwas wie ein Präzidenzfall gibt es ja leider in Deutschland nicht. Naja so wichtig sind mir meine Haare nun auch nicht.

Nemesis 29.03.2007 00:20

Mach Dir wegen der Grundausbildung keine Gedanken! Es heißt nicht umsonst "allgemeine Grundausbildung". Sie ist, oder besser sollte, überall gleich sein. Das Brückenbauen lernst Du erst in der speziellen Ausbildung, die nach der Grundi anschließt. Ich habe mal ein paar Pionieren zugesehen und kann Dir sagen, dass das ein spannender und interessanter Beruf sein kann! Die Kaserne würde ich auch mit den Besten zählen.
Ich für meinen Teil war gerne bei der kämpfenden Truppe, weil man dort jeden Grashalm persönlich kennen lernt. Aber das ist weiß Gott auch nicht Jedermanns Sache.

Ich wette mit Dir, dass Du viel Spaß haben wirst, auch wenn die erste Woche eine unangenehme Eingewöhnungsphase sein wird. Kein Wunder, denn das ist eine andere Welt!

Gast17007 29.03.2007 02:09

Zitat:

Zitat von Nemesis
Mach Dir wegen der Grundausbildung keine Gedanken! Es heißt nicht umsonst "allgemeine Grundausbildung". Sie ist, oder besser sollte, überall gleich sein. Das Brückenbauen lernst Du erst in der speziellen Ausbildung, die nach der Grundi anschließt. Ich habe mal ein paar Pionieren zugesehen und kann Dir sagen, dass das ein spannender und interessanter Beruf sein kann! Die Kaserne würde ich auch mit den Besten zählen.
Ich für meinen Teil war gerne bei der kämpfenden Truppe, weil man dort jeden Grashalm persönlich kennen lernt. Aber das ist weiß Gott auch nicht Jedermanns Sache.

Ich wette mit Dir, dass Du viel Spaß haben wirst, auch wenn die erste Woche eine unangenehme Eingewöhnungsphase sein wird. Kein Wunder, denn das ist eine andere Welt!

naja ich schrieb ja auch das nach der Grundausbildung brücken gebaut werden.

Um herlich zu sein würd ich lieber jeden Grashalm kennen lernen als irgend eine Brücke zu bauen.

Warst du in der Kaserne in Minden denn schon? (Herzog-von-Braunschweig Kaserne)

Nemesis 29.03.2007 02:16

Sorry, dass "nach" habe ich wohl überlesen.

Ja, ich war schon in Minden. Die Herzog von Braunschweig - Kaserne ist wirklich gut. Besonders im Vergleich zu Hamburg-Fischbek. Die wurde inzwischen aber auch leider schon geschlossen. Soweit ich weiß, ist Minden davon auch in absehbarer Zeit betroffen. Eine Schande, sowas ...

Osterhasse 29.03.2007 09:47

@ Spyamp:

Viel Glück und Spaß beim Bund !
Ich habe aber trotzdem an dich und alle anderen, die freiwillig statt in den Zivildienst zum Bund gegangen sind, einige Fragen, die meiner Meinung gerade in diesen Thread passen:

1. Warum geht man zum Bund ?
2. Was bringt es einem Persönlich zum Bund zu gehen ?
3. Was bringt es dem Bund ?
4. Was kostet dies den Steuerzahler (Kosten/Nutzenefekt für die Zivilbevölkerung) ?

Achtung Spoiler! Zum Lesen bitte markieren:
Diese Frage ist nicht Böse gemeint, ich Persönlich mag zwar kein Militär und ähnliche Organisationen, aber ich würde auch nie jemand davon abhalten ;).
Ich frage einfach nur mal aus Intresse !


Zitat:

Zitat von crYSTal*NinJA
Ähm, ich dachte, dass es die Regelung gar nicht mehr gibt. Oo

Aber normalerweise bedeutet das doch, dass man nur son paar zentimeter auf dem Kopf haben darf.

Die Haarfarbe ist denen, meines Wissens, sch*** egal. ^^


Hey genau, Warnfarben Orange oder Rot und Gelb machen sich im Dunckelgrünen Gebüsch oder auf einem Braunen oder Schwarzen Erdboden bestimmt gut ^^ :o.

MFG Osterhasse

Waldmensch 29.03.2007 12:42

Du wirst beim ersten ABC-Alarm schon merken wieso kurze Haare Weltklasse sind :D

Ich werte Hassis fragen mal für jeden bundi...auch für mich

1. Ich hab keine Ausbildung für das Ausbildungsjahr 2006 bekommen. Anstatt mich vom Papa Staat durchfüttern zu lassen und dann noch mit beschränkten Menschen ins BVJ zu gehen bin ich 1000x lieber zum Bund gegangen.

2. Man wird reifer, erfahrener, selbsbewusster, körperlich fitter, man weiß wo seine körperlichen Grenzen liegen...kurz gesagt...man wird beim Bund zum Mann.

3. Im V-Fall auf eine große Zahl von Soldaten zurückgreifen zu können.

4. Ein Buni kostet mehr als ein Zivi, das ist klar. Und er bringt dem Staat im Endeffekt auch weniger. Wenn wir jetzt mal Katastrophen rausrechnen. Aber beim Bundlernt man Kameradschaft, richtiges Anpacken, ein ordentliches Auftreten...was in unserem Land mitlerweile wieder wichtiger geworden ist.

Kurz um, ich würde einen Bundi als Firmenleiter eher einstellen als einen Zivi.
Allein schon aus den oben genannten Gründen.

Achtung Spoiler! Zum Lesen bitte markieren:
PS: Zivis sind weich:D

ThorWalez 29.03.2007 12:46

Zitat:

Zitat von Spyamp
Muss sagen ganz so begeistert bin ich nicht. Hab mir sagen lassen nach der Grundausbildung machen die beim schweren Pionierbataillon nichts anderes als Sinnlos Brücken in die Landschaft zu bauen, um zu zeigen was für tolle Brückenbauer sie sind.
Stelle mir da Panzergrenadiere etwas spannender vor.


Auch bei den Grennies kann es nach der AGA ganz schön langweilig werden, wenn du nicht gerade in einer Kompanie bist, die ständig auf Übung ist und vielleicht auch Lehrübungen durchführt. Auch heißt es ja nicht, dass jeder Soldat ein Grennie, Richtschütze oder Scharfschütze wird. Es gibt überall Küchen, Poststellen, Geschäftszimmer usw. Es braucht halt immer ein bisschen Glück. Also schön anstrengen in der AGA und nicht vergessen, die Wände beim Bund stehen auch von alleine. ;)

Gast17007 29.03.2007 14:17

Zitat:

Zitat von ThorWalez
Also schön anstrengen in der AGA und nicht vergessen, die Wände beim Bund stehen auch von alleine. ;)

Du meinst damit sicher nicht an die Wände anlehen oder????

NAja ich hoffe nur ich krieg meinen fetten Arsch einigermaßen durch die Sportprüfungen. ISt zwar für einen GWDL mehr oder weniger unrelevant aber ganz abkacken will man ja nicht.

Decapitated 29.03.2007 14:24

Ich bin zurzeit beim Panzergrenadierbattalion 112 in Regen eingesetzt und muss sagen, soviel besser als Pionier ist das sicherlich nicht. Wenn du das Glück hast, Kraftfahrer oder Richtschütze zu werden, dann hast ein chilligen Job vor dir, aber die Panzergren-Ausbildung ist hingegen hart und fordernd.
Die springen die meiste Zeit im Wald herum, bauen Stellungen, beobachten das Gebiet und springen aus dem Marder. Deshalb werden sie auch Heckklappen-Cowboys genannt.
Meine SGA beginnt nächste Woche. Leider steht noch nicht fest was ich machen werde. Anfangs hieß es MKF (Militär Kraftfahrer). Jetzt wiederrum PG. Naja, beim Bund ändert sich alles auch täglich.

Nemesis 29.03.2007 14:38

Zitat:

Zitat von Shadowforce_Unit
Die springen die meiste Zeit im Wald herum, bauen Stellungen, beobachten das Gebiet und springen aus dem Marder. Deshalb werden sie auch Heckklappen-Cowboys genannt.

Genau das macht doch den Reiz bei den PG´s aus! Und Spaß macht es auch.
Außerdem heißt es Heckklappen-Schweine :D

ThorWalez 29.03.2007 14:54

Zitat:

Zitat von Nemesis
Außerdem heißt es Heckklappen-Schweine :D


Ich dachte Hecklappensurfer. ;)

Noch viel cooler ist es aber ne Ladung PzGrens in den 5to zu laden und damit durch die Butnik zu brettern (Munster ist berühmt für seine ausladene und wunderschöne Landschaft). Vor allem wenn hinten noch ein paar Bierzeltgarnituren vom Mittagessen liegen. Aber der HFw hat mir gesagt, Tonner marsch, marsch :o

@Spyamp - Richtig, nicht an Wände anlehen, beim Antreten in gerader Linie und nicht in einer Pisslinie stehen und und und. :D

Nemesis 29.03.2007 15:30

Ich bin seit acht Jahren Panzergrenadier ... also wenn Du nicht gebannt werden willst, spar Dir die ironie :D

ThorWalez 29.03.2007 15:38

Zitat:

Zitat von Nemesis
Ich bin seit acht Jahren Panzergrenadier ... also wenn Du nicht gebannt werden willst, spar Dir die ironie :D


Ich bin seit mehr als 4 Jahren selber einer (4./L92 in Munster) von daher darf ich so ironisch sein wie ich will. Vor allem weil ich so ziemlich alle Seiten gesehen habe, die ein Bataillon so zu bieten hat. :D

TerrorJan1 29.03.2007 16:40

ich hätt da mal ne frage.
ist die grundausbildung immer gleich, oder hatt man die möglichkeit, mehr oder weniger, selbst zu bestimmen was man machen möchte, also z.B. zu sagen, ich möchte gerne panzerfahren, steckt mich bitte in ein panzerbataillon?

Dr. Fusselpulli 29.03.2007 17:18

Die Allgemeine Grundausbildung (AGA) ist in den unterschiedlichen Einheiten zwar nicht immer genau Gleich, aber doch sehr ähnlich. Das hat auch seinen Sinn, denn dies ist die Grundausbildung und soll Soldatische Grundlagen lehren.
Das Überleben im Feld, Umgang mit der Ausrüstung, rechtliche Grundlagen, Erste Hilfe, der Umgang mit Handwaffen, Formaldienst und Soldatisches verhalten, ect.

Erst nach der AGA, also den ersten 3 Monaten bei der Bundeswehr, kommt man dann in seine Stammeinheit (wenn du GWDLer bist, dann sind es hier noch 6 Monate). Je nachdem wo man ist, ist es dann hier sehr unterschiedlich. Panzergrenadiere Lernen den Kampf im Verbund mit Kampffahrzeugen, Nachschubsoldaten lernen Kisten zu Tragen und Lager einzuräumen, wenn du im GeZi Landest lernst du den Papierkrieg kennen und wie du Kaffee kochst, Fallschirmjäger lernen das Fallen, Pioniere lernen wie man Brücken baut, Fernmelder lernen wie man Telefoniert, In der Küche lernst du Gewürze zu meiden, als Muschelschubser wie man nach möglichkeit nicht Seekrank wird... usw.

Du kannst beim Kreiswehrersatzamt bei der Musterung wünsche angeben, wie z.B. "Ich will gerne Panzer fahren."
Wenn dies ohne großen Aufwand möglich ist, wirst du dann vielleicht auch in die Panzertruppe gesteckt wo du vielleicht auch Panzer fahren wirst.
Großen Einfluss hast du darauf aber nicht, und vielleicht landest du dann auch in der Poststelle beim Stab irgendeines Flugabwehrbataillones.

Die Wege des Dienstherren sind unergründlich.
Und warum darf man diese Kaputze an den Feldjacken nicht aufsetzen? In seiner endlosen Weißheit gab uns der Dienstherr Jacken mit Kaputze, aber warum darf man sie nicht benutzen?

Lord_Sniper 29.03.2007 17:30

Zitat:

Zitat von Nemesis
Außerdem heißt es Heckklappen-Schweine :D


würd mutmaßen dass das regional verschieden is, zumindest im raum kassel und rendsburg sinds heckklappensurfer...

als FlaRak-Obergefreiter a.D. mit Panzerführerschein kann ich nur reinrülpsen, dass der beste Platz im Marder immer noch vorne Links ist, mit Tempo 30 rückwärts blind durchs Gelände fetzt! :D

bei Übungen in Stellung Brettern, Sitz runter, Klappe zu und Pennen bis dein Panzerkommandant dich freundlich über Bordfunk weckt...

edit: zum Haarschnitt: der SchErzengel hats bei den Fernmeldern geschafft, mit Hippiefrisur durchzukommen... zwingen können die einen schließlich zu nix!

ThorWalez 29.03.2007 17:34

Zitat:

Zitat von Dr. Fusselpulli
Die Wege des Dienstherren sind unergründlich.
Und warum darf man diese Kaputze an den Feldjacken nicht aufsetzen? In seiner endlosen Weißheit gab uns der Dienstherr Jacken mit Kaputze, aber warum darf man sie nicht benutzen?


Weil man Kopfbedeckungen hat (Feldmütze, Barett oder Knitterfreier) und zudem nicht aussehen soll, wie jeder x-beliebige Bauarbeiter. ;)

Zitat:

ich hätt da mal ne frage.
ist die grundausbildung immer gleich, oder hatt man die möglichkeit, mehr oder weniger, selbst zu bestimmen was man machen möchte, also z.B. zu sagen, ich möchte gerne panzerfahren, steckt mich bitte in ein panzerbataillon?

Was man nach der AGA macht ist meistens schon vornherein, zumindestens grob vom KWEA festgelegt. Entweder man verbleibt dann in der Einheit oder es kommt ein Einplaner der die Rekruten auf die Stammeinheiten verteilt.

Im erster Fall haben Zugführer, Spiess und Kompaniechef das Wort, wer wohin kommt. Beim letzten Fall kann man sicherlich auch mit dem Einplaner etwas reden. Letztendlich ist aber festgelegt, dass x Rekruten nach A müssen, y Rekruten nach B usw.

Aber letztendlich heißt es eigentlich immer, die Bw ist kein Wunschkonzert. Doch fragen kostet nichts.

@Lord_Sniper - Du bist ein OG d.R., es sei denn du bist Berufssoldat gewesen. ;)

Decapitated 29.03.2007 18:19

Da sich dieser Thread mehr und mehr zu einem BW-Thread entwickelt, meine Frage an euch.
Sahen/Sehen eure dienstlich gelieferten Baretts auch so scheisse aus, sprich viel zu groß und faltig? Oder ist das nur in meinem Battalion der Fall? Bin grad in der Überlegung mir ein Kommando-Barett zuzulegen, welches wesentlich kleiner und formschöner ausfällt.
Ich find ja, die dienstlich gelieferten taugen höchstens als Polierlappen fürs geliebte Gefährt. :D

Waldmensch 29.03.2007 18:31

Ich find meins schön...einmal damit geduscht, passt ;)

Lord_Sniper 29.03.2007 18:39

argh, ich meinte auch Og d.R.... bin heut, allergie sei dank, gewaltig neben der spur...

und ja, baretts sehen glaube ich immer scheiße aus - aber wenigstens einheitlich scheiße :D

Decapitated 29.03.2007 19:10

Zitat:

Zitat von Waldmensch
Ich find meins schön...einmal damit geduscht, passt ;)

Geduscht? :D Ich hoffe alle einheitlich. ^^
Naja, uns haben die Ausbilder gesagt, wir sollens nass machen, einrollen und in die Heizung stecken. Naja wirklich viel bringts aber net, weil das Ding einfach zu groß ist.

ThorWalez 29.03.2007 19:11

Zitat:

Zitat von Shadowforce_Unit
Da sich dieser Thread mehr und mehr zu einem BW-Thread entwickelt, meine Frage an euch.
Sahen/Sehen eure dienstlich gelieferten Baretts auch so scheisse aus, sprich viel zu groß und faltig? Oder ist das nur in meinem Battalion der Fall? Bin grad in der Überlegung mir ein Kommando-Barett zuzulegen, welches wesentlich kleiner und formschöner ausfällt.
Ich find ja, die dienstlich gelieferten taugen höchstens als Polierlappen fürs geliebte Gefährt. :D


Erstmal kommt es auf die Farbe an, nur Grün sieht gut aus. :D

Ansonsten hat unser Gruppenführer uns damals den Tip gegeben, die Dinger klatschnass zu machen, zusammenzurollen und dann über Nacht zwischen die Rippen der Heizung zu stecken. Danach die Baretts auch immer nur zusammengerollt in die Tasche stecken. Hat wunderbar funktioniert und wir (zumindestens die meisten)sahen damit nicht aus wie Pizzabäcker. Die Form hält noch bis heute.

Nemesis 29.03.2007 19:16

Zitat:

Zitat von ThorWalez
Erstmal kommt es auf die Farbe an, nur Grün sieht gut aus. :D

Exakt :D

Als Längerdienender hat man sowieso die kleineren gekauft. Mit den Normalen kann man sich ja auf keinem Lehrgang sehen lassen.

ThorWalez 29.03.2007 19:23

Zitat:

Zitat von Nemesis
Als Längerdienender hat man sowieso die kleineren gekauft. Mit den Normalen kann man sich ja auf keinem Lehrgang sehen lassen.


Außer es sind ca. 40 Soldaten aus allen TSKs (hauptsächlich Feldjäger, Logistiker und Sanis) auf dem Lehrgang und nur 4 Grennies darunter. Dann sieht jedes Barett gut aus. :angel:


PS: Wie es denn der Zufall so will habe ich gerade Post vom KWEA bekommen. Da fällt mir mal wieder ein, dass die Bw zu viel Geld hat. Inhalt des Schreibens zwei Din A4 Blätter in einem Din A5 Umschlag. Kostete 1,45€ Porto. Das sind immerhin 1/4 von dem, was ein Wehrpflichtiger an Sold pro Tag bekommt. Da hätte ein normaler Brief mit 55 Cent Porto doch auch gereicht. Aber da hätte der Sachbearbeiter die Blätter ja zweimal falten müssen. :rolleyes:

Decapitated 29.03.2007 19:43

Naja wenn der Bund wirklich soviel Geld hat, dann bin ich dafür, dass mal ein neues MG für die Infantrie hergehört. Das MG3 ist einfach viel zu schwer und unhandlich für flexible Kampfsituationen. Als Stationäres Maschinengewehr am Panzer oder in ner Stellung gerne, aber für unterwegs eine Qual wie ich finde. Ich hoffe bloß, dass ich net MG-Schütze werde :D

EvilmadeFlesh 29.03.2007 19:49

Ich hab mir nicht alles durchgelesen,aber egal, wie die Regelungen mittlerweile sind: Schneide dir die haare so kurz, wie du es ertragen kannst. Je kürzer, desto besser. Nicht, um deinen Vorgesetzten zu gefallen, sondern, weil es einfach praktisch ist.
Haare wachsen schnell wieder nach, wenn man mit dem bund durch ist. Ich hab auch schon wieder sehr lange Haare :D Und damals hatte ich sie: oben 3mm und ab knapp üner den Ohren ganz ab.

Zu den Baretts: Wir haben die damals auch gewässert und in die Heizung zum trocknen geklemmt und dann imm eingerollt in der Hosentasche rumgetragen... so sah sie dann perfekt aus... zumindest bei denen, die diesen Rat befolgt hatten :D

ThorWalez 29.03.2007 19:59

Zitat:

Zitat von Shadowforce_Unit
Naja wenn der Bund wirklich soviel Geld hat, dann bin ich dafür, dass mal ein neues MG für die Infantrie hergehört. Das MG3 ist einfach viel zu schwer und unhandlich für flexible Kampfsituationen. Als Stationäres Maschinengewehr am Panzer oder in ner Stellung gerne, aber für unterwegs eine Qual wie ich finde. Ich hoffe bloß, dass ich net MG-Schütze werde :D


Wenigstens hat das MG3 noch ordentlich Bumms und macht ordentlich Krach. Zudem weiß jeder MG Schütze was er am Tag geleistet hat.

Aber dein Flehen wurde erhört. Die Bundeswehr führt das MG4 im Rahme des Infanteristen der Zukunft ein. Dann gibt es auch nicht mehr einen MG Schützen plus Ladeschütze, sondern zwei MG Schützen pro Gruppe.

Nemesis 29.03.2007 20:04

Das MG3 ist keine schlechte Waffe. Unhandlich, ja. Schwer auch. Aber dafür kommt vorne auch ordentlich etwas raus.

Zu den Barrets: Bei meinem ersten Offz.-Lehrgang hatte ich das Normale mit. Da haben mich alle schief angesehen. Obwohl ich ja sagen muss, dass die Heizung tatsächlich Wunder wirkt. Jedoch konnte ich die Dinger nie leiden - bin ja kein Franzose!

EvilmadeFlesh 29.03.2007 20:13

Das MG3 war die einzige Waffe, mit der ich so einigermassen schiessen konnte. Für alles andere war ich zu blind, oder zu blöd ;) Beim MG3 kam mir aber ausnahmsweise mal mein nicht gerade niedriges gewicht zu gute. Unsere leichtgewichte wurden gut durchgeschüttelt, von dem Ding. Ich mochte das MG3 ganz gerne... ach ja. Mit der leichten Panzerfaust kam ich auch noch so einigermassen klar.

Decapitated 29.03.2007 20:16

Zitat:

Zitat von ThorWalez
Wenigstens hat das MG3 noch ordentlich Bumms und macht ordentlich Krach. Zudem weiß jeder MG Schütze was er am Tag geleistet hat.

Aber dein Flehen wurde erhört. Die Bundeswehr führt das MG4 im Rahme des Infanteristen der Zukunft ein. Dann gibt es auch nicht mehr einen MG Schützen plus Ladeschütze, sondern zwei MG Schützen pro Gruppe.

Feine Sache, kann man das irgendwo genauer durchlesen? Muss sagen, dass ich mich für solche Sachen mehr interessiere, als der gewöhnliche GWDLer.

ThorWalez 29.03.2007 20:33

Da würde ich dir Wikipedia empfehlen und zudem auch die Homepage der Bundeswehr, bzw. des deutschen Heeres (www.bundeswehr.de / www.deutschesheer.de)

Waldmensch 29.03.2007 21:24

Mg3 schleppen suckt, nur schießen fetzt :D

Noch schlimmer is allerdings, wie wir es erst letztens hatten, wenn durch einen blöden Zufall (Zugführer hats befohlen :D) Pro Gruppe (12Mann) 2 MG's und 2 Panzerfäuste mitzunehmen.
Also hatten wir dann zwo Mg schützen, zwo MG 2 Schützen, zwo Panzerfaust Schützen und zwo panzerfaust 2 schützen

Und dann mach maln Sannitransport mit den dicksten, wo man alle leute zum Tragen brauch

Ich hatte die ehre das Panzerfaustrohr und ein MG zu tragen...da geht man kaputt dran. Ich habs vllt ein km oder 1 1/2 km ausgehalten...dann war der ofen aus bei mir :D

Decapitated 29.03.2007 22:15

Solche Santransportaktionen sind immer das Schlimmste. Wir hatten so eine bei der Rekrutenbesichtigung. Anfangs mussten wir den Verwundeten erstmal 100m über den Boden schleifen, bis wir ihn auf ne Trage bringen durften. Danach gings dann leider auch noch bergauf. Jeder von uns war danach total im Eimer.
Naja, jedenfalls brauchte er nach dieser Aktion erstmal ne neue Koppel und neue Nässeschutzklamotten, da die alten Sachen gerissen waren :D


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